Emanzen live & more
Ich bin spät dran, aber nun zur Sache...
Vor vier Wochen zog es mich nach Berlin. In erster Linie der Freundschaft, der Sucht danach und der Unternehmenslust wegen. Daneben kündigte sich Missy Elliott in Treptow an. Leider konnte sie meinen Erwartungen nicht gerecht werden. Vermutlich war mir der Gig insgesamt einfach nur zu kurz, das Geschwafel über ihre tolle "Supa Dupa Fly Crew" zu lang und die Songliste zu dürftig. Fazit: Nicht empfehlenswert! Emanzipationskonzept ging an dem Abend nicht auf. Weiblicher Pimp mit disqualifizierenden Starallüren. Punkt.
Zum Glück verschwand nicht gleich das ganze Wochenende hinter Missy Elliotts Schatten. Einen Abend mit fünf Frauen überlebt, Oktoberfest, Beate Uhse, Sandwich, Hackepeter, Mitfahrgelegenheit, Berlin selbst. Alles so Dinge, an die man sich definitiv zurückerinnert. Auch eine Spur Genugtuung kann ich nicht leugnen. Nicht zu vergessen: "Du bist so HipHop, Alteeeer!!" Berlin ist ja sooo tight!! :-)
Zeitsprung: Letztes Wochenende. Pink bzw. P!nk bzw. Alecia Moore bzw. Linda Perrys Musikkind war in Leipzig. Die Frau ist geil, musikalisch wertvoll und ich las nur Gutes über ihre Tour. Es gab also keinen Grund, mich nicht mehr oder weniger spontan für einen weiteren Konzertbesuch bereit zu erklären. Eine tolle Begleitung gab's inklusive, also konnte oder musste es losgehen.
Doch zuvor ging es fast forward durch den Zoo. Vorbei an Haien, Bären, ..., hässlichen Vögeln, jeder Menge unbenutzt gebliebenen Spielplätzen, Alpaka "Harry" und Lama "Horst". Und das alles in eineinhalb Stunden. Rekordzeit! Auf zur Arena.
Nach Lili (deutschermädchenpunkpoprock) wurde es 21 Uhr pink. Ab diesem Zeitpunkt war ich nicht mehr unbedingt ansprechbar. Ich würde diesen Zustand mal als Reizüberflutung bezeichnen. Es gab viel Frau zu sehen und zu hören...nur Gutes versteht sich. Kurz: Für mich hat es sich gelohnt. Und auch Pink kann ihren Kalendereintrag "Bommel begeistern" endlich als erledigt betrachten. Unabhängig davon ist sie im Vergleich zu Missy Elliott die erfolgsversprechendere Emanze, wobei ich gestehen muss, dass es mir schwer fällt, sie nicht als Objekt der Begierde zu sehen. Das ist eine hinterhältige Taktik ihrerseits. Aber irgendwo hört's auch auf...
Ciao bellas!